Schlagwort-Archiv: Radio

Radiosendungen zum 25. Todestag von Friedrich Dürrenmatt

Die Panne
Hörspiel von Friedrich Dürrenmatt
Regie: Gustav Burmester, Komponist: Jonny Müller, Produktion: NDR 1956
Sendung: Deutschlandfunk, 12.12.2015, 20:05 Uhr

Der Rundfunkmaler – Friedrich Dürrenmatt und das Hörspiel
von Jochen Meißner
Sendung: Deutschlandfunk, 12.12.2015, ca. 21:15 Uhr im Anschluss an das Hörspiel

Herr Korbes empfängt – Abendstunde im Spätherbst
Hörspiel von Friedrich Dürrenmatt
Regie: Kurt Bürgin, Produktion: DRS 1958
Sendung: SRF 2, 12.12.2015, 21:00 Uhr

Umsatzsteigerung mit der Weltformel
„Die Physiker“ am Jungen Schauspiel Hannover
Beitrag von Michael Laages
Sendung/Text: Deutschlandradio Kultur, 12.12.2015
Audio: MP3-Download der Sendung

Die Schweiz feiert Friedrich Dürrenmatt
25. Todestag des Autors
Moderation: Susanne Burkhardt
Sendung: Deutschlandradio Kultur, 12.12.2015
Audio: MP3-Download der Sendung

Kalenderblatt – Vor 25 Jahren:
Friedrich Dürrenmatt – Idyllische Kindheit mit Schatten

Beitrag von Eva Pfister
Sendung/Text: Deutschlandradio Kultur, 14.12.2015, 5:50 Uhr
und Deutschlandfunk, 14,12.2015, 9:05 Uhr

Diagnostiker der Welt, nicht ihr Therapeut
Zum 25. Todestag des Schweizer Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt
Ein Beitrag von Matthias Kußmann
Sendung/Text: Deutschlandfunk, 14.12.2015, 16:10 Uhr

Mondfinsternis
Urfassung von „Der Besuch der alten Dame“
Hörspiel von Friedrich Dürrenmatt
Bearbeitung und Regie: Buschi Luginbühl, Komposition: Hans Hassler, Produktion: DRS 1996
Sendung: SRF 1, 14.12.2015, 14:05 Uhr
Audio: Das Hörspiel kann nach der Sendung 30 Tagen nachgehört werden.

Das Unternehmen der Wega
Hörspiel von Friedrich Dürrenmatt
Regie: Hans Hausmann, Produktion: DRS 1968
Sendung: WDR 3, 27.12.2015, 20:05 Uhr


Aus dem Archiv:

25. Todestag des Autors – Die Schweiz feiert Friedrich Dürrenmatt
Quelle: Deutschlandradio Kultur, 12.12.2015, in der ARD-Mediathek
Download: MP3 aus der ARD-Mediathek

Zeitreise: Schriftsteller im Gespräch
Andreas Rummler im Gespräch im Friedrich Dürrenmatt (März 1989)
Quelle: Deutsche Welle, 22.5.2007, in der ARD-Mediathek
Download: MP3 aus der ARD-Mediathek

Neue Dürrenmatt-Dokumentation
Über den Dokumentarfilm „Friedrich Dürrenmatt. Im Labyrinth“ von Sabine Gisiger
Quelle: Bayern 2, 30.9.2015, in der ARD-Mediathek
Download: MP3 aus der ARD-Mediathek


Über Friedrich Dürrenmatt:

„Lebendig, wie zu Boom-Zeiten“ – Interview zum Hörspiel

Anna Lischper (HNA): Was zeichnet ein gutes Hörspiel aus?

Frank Schätzlein: Ein gutes Hörspiel arbeitet mit akustischen Materialien und dramaturgischen Mitteln so, dass es einen ‚künstlerischen Mehrwert‘ hat gegenüber dem Lesen bzw. Buch, dem Theater, dem Film. Die Materialien, also Wort, Geräusch, Atmo, Musik und Stille, müssen in der dramaturgischen bzw. radiophonen Gestaltung etwas Spezifisches erschaffen, das allein durch das Hören entsteht.

Was versteht man eigentlich unter einem Hörspiel?

Mehrere Definitionen existieren nebeneinander. Das breite Spektrum reicht vom klassischen, literarischen Hörspiel über dokumentarische Mischformen bis hin zur abstrakten Klangkunst. Das Hörspiel entwickelt sich stets weiter und wird dabei beeinflusst von der Musik, dem Theater, der Literatur und der Medienkunst – eine einzige Definition ist kaum möglich.

Was ist der Unterschied zwischen einem Hörspiel und einem Hörbuch?

Beim Hörspiel geht es um die radiophone Inszenierung. Es wird nicht nur ein Text vorgetragen, sondern mit den Mitteln der Tontechnik, des akustischen Instrumentariums gearbeitet. Also mit Sprache genauso wie mit Lauten, Geräuschen, Musik und Stille, Raumakustik, Effekten, Sounddesign usw.

Seine Hochzeit hatte das Hörspiel, als es noch kein Fernsehen gab. Wie steht es denn aktuell damit?

Das Hörspiel ist äußert lebendig. Es gibt die traditionellen Produktionsorte, die Studios der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, aber auch eine freie Hörspielszene mit eigenen Festivals. Die Vielfalt reicht von populären Kriminalhörspielen bis hin zur Hochkultur und speziellen Formen der Klang- und Radiokunst.

Es ist also noch zeitgemäß?

Absolut. Es ist eine Kunstform neben anderen. Aber eine Form, die sich künstlerisch immer wieder in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt. Das ändert sich auch nicht durch Film, Fernsehen und multimediale Spielformen, die bestimmte Funktionen übernommen haben.

Wer in der Nachkriegszeit ein Radio hatte, bei dem trafen sich die Nachbarn zum Hörspielhören. Und heute?

Es gibt viele Konstellationen, in denen Hörspiel gehört wird. Vor dem Radio, im Auto, als Podcast vom Smartphone, bei Live-Veranstaltungen im kleinen und großen Kreis. Bundesweit stellen Hörspielfestivals die Live-Präsentation in den Vordergrund.

Geht es da nur um Unterhaltung oder auch um mehr?

So unterschiedlich wie die Ausprägungen sind auch die Funktionen des Hörspiels. Es geht nicht nur um spannende Krimis, kurzweilige Unterhaltung, sondern auch um die radiophone Umsetzung von literarischen Texten oder Theaterstücken, um Gesellschaftskritik im Originalton oder um das Ausloten der Grenzbereiche zu anderen Kunstformen, die Weiterentwicklung der Hörspiel-Dramaturgie.

Wie verändern neue Medien die Hörkunst?

Dadurch ergeben sich viele neue Möglichkeiten. Man kann das Publikum auf eine andere Weise erreichen, Produktionen online stellen – die guten Download-Zahlen sprechen dafür, dass dieses Angebot gerne angenommen wird. Und man kann Stücke realisieren, die mit neuen technologischen Möglichkeiten arbeiten. Interaktive Hörspiele zum Beispiel, die nur über das Internet oder mobil mit dem Smartphone rezipiert werden können.

Das Interview von Anna Lischper (HNA) erschien in redigierter Fassung unter dem Titel „Lebendig, wie zu Boom-Zeiten“ in: Hessische/Niedersächsische Allgemeine (11.11.2015), S. 34.

Radiosendungen zum 90. Geburtstag von Tankred Dorst (* 19.12.1925)

Ich, Feuerbach
Hörspiel von Tankred Dorst
Regie: Hans Gerd Krogmann, Produktion: SDR 1986
Auszeichnung: Hörspiel des Monats April 1986
Sendung: Deutschlandradio Kultur, 6.12.2015, 18:30 Uhr
In der Reihe „Spielregeln – Wie man Spielfreude ins Radio bringt“

Texte lesen – Bilder denken. Tankred Dorst zum 90. Geburtstag
Trankred Dorst und Ursula Ehler stellen den Hörern gelesene Bilder aus ihren Werken vor und diskutieren sie im Gespräch mit Barbara Wahlster und dem Literaturwissenschaftler Thomas Wild (Bard College, USA).
Sendung: Deutschlandradio Kultur, 13.12.2015, 1:05 Uhr

Harrys Kopf
Hörspiel von Tankred Dorst
Regie: Hans Gerd Krogmann, Produktion: SDR 1998
Sendung: SWR 2, 13.12.2015, 18:20 Uhr

Ich soll den eingebildet Kranken spielen
Hörspiel von Tankred Dorst
Regie: Harald Krewer, Komposition: Christian Mews, Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
Sendung: Deutschlandradio Kultur, 13.12.2015, 18:30 Uhr

„Ich kann auch gar nicht anders schreiben, als ich bin“
Eine Collage aus Selbstzeugnissen des Dichters Tankred Dorst
Sendung von Marianne Wendt
Regie: Marianne Wendt, Produktion: Deutschlandradio Kultur 2005
Sendung: Deutschlandradio Kultur, 13.12.2015, ca. 19:27 Uhr im Anschluss an das Hörspiel

Fernando Krapp hat mir diesen Brief geschrieben – Ein Versuch über die Wahrheit
Hörspiel von Tankred Dorst
Mitarbeit: Ursula Ehler, Regie: Hans-Gerd Krogmann, Produktion: SDR/Funkhaus Berlin 1991
Sendung: NDR Info, 13.12.2015, 21:05 Uhr


Aus dem Archiv:

Zeitreise: Schriftsteller im Gespräch
DW-Mitarbeiter Klaus Colberg im Gespräch mit Tankred Dorst (Oktober 1996)
Quelle: Deutsche Welle, 26.6.2007, in der ARD-Mediathek
Download: MP3 aus der ARD-Mediathek


Über Tankred Dorst:

Seminar „Sound – Sounddesign – Soundscapes“ an der HafenCity-Universität Hamburg

Seminarbeschreibung

Der „Sound“ bzw. das „Sounddesign“ prägt die Gestaltung von Kino- und Fernsehfilmen heute genauso wie die Gestaltung ganzer Radio- und Fernsehprogramme. Aber auch die uns in der jeweiligen Stadt, in einem Stadtteil oder auf dem Land/in der Natur umgebende Umwelt hat ihren ganz eigenen Sound, sie besitzt „Grundgeräusche“ und „Soundmarks“ – und bildet eine ganz spezifische Klanglandschaft bzw. ein „Soundscape“.

Im Seminar wollen wir uns mit diesen klangbezogenen Phänomen beschäftigen und verstehen, wie das Hören funktioniert, was genau „Sound“ ist, was die Arbeit von „Sounddesignern“ ausmacht, wie der spezifische Klang unterschiedlicher Filme, Sendungen und Programme gestaltet ist, wie sich der charakteristische „Sound“ eines Raumes und einer Landschaft zusammensetzt und wie wir die auditive Ebene der Wahrnehmung ausbauen und reflektieren können.

Um einerseits Grundwissen über die Begriffe, Phänomene und Praktiken zu bekommen und andererseits unser Gehör für die Wahrnehmung akustischer Gestaltung zu schärfen, werden sich Sitzungen (Einführungen/Grundlagen) und Online-Phasen (Hören/Analyse/Reflexion) abwechseln. Die Prüfungsleistung bilden sieben kleine Essays mit Reflexionen/Analysen aus den Online-Phasen des Seminars.

Seminarthemen

• Hören/auditive Wahrnehmung
• Sound und Sounddesign
• Sounddesign, Programmgestaltung und Formate beim Hörfunk
• Hörfunkprogramme analysieren
• Hörstücke, Hörspiele, Radiosendungen analysieren
• Sounddesign, Programmgestaltung und Formate beim Fernsehen
• Fernsehprogramme analysieren
• Fernsehfilme analysieren
• Sounddesign beim Kinofilm
• Filmton analysieren
• Soundscapes/Klanglandschaften und Klangspaziergänge
• Soundscapes hören, analysieren, relektieren

Literaturauswahl zum Seminar

• Haas, Michael H./Frigge, Uwe/Zimmer, Gert: Radio-Management. Ein Handbuch für Radio-Journalisten. München: Ölschläger 1991.
• La Roche, Walther von/Buchholz, Axel (Hg.): Radio-Journalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis im Hörfunk. 9., vollst. aktual. Aufl. Berlin: Econ 2009.
• Lensing, Jörg U.: Sound-Design, Sound-Montage, Soundtrack-Komposition. Über die Gestaltung von Filmton. 2. Aufl. Berlin: Schiele & Schön 2009.
• Overbeck, Peter (Hg.): Radiojournalismus. Konstanz: UVK 2009.
• Schulze, Holger (Hg.): Sound studies. Traditionen – Methoden – Desiderate. Eine Einführung. Bielefeld: transcript 2008.
• Segeberg, Harro/Schätzlein, Frank (Hg.): Sound. Zur Technologie und Ästhetik des Akustischen in den Medien. Marburg: Schüren 2005.
• Werner, Hans U./Lankau, Ralf: Media Soundscapes. 2 Bde. Siegen: Universität Siegen 2006 f.
• Werner, Hans U. (Hg.): SoundScapeDesign. KlangWelten. HörZeichen. Basel 1997.

Ausgewählte Texte und Materialien werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars über das Campus-Managementsystem der HCU online zur Verfügung gestellt.

(Sommersemester 2012)

HCU – Personalseite der HafenCity-Universität Hamburg

Radiogeschichte

Der Schwerpunkt der radiogeschichtlichen Forschung lag in Deutschland über Jahrzehnte auf den ‚klassischen‘ Ansätzen der Geschichts-, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, die sich vorwiegend mit den Rundfunkanstalten als Institutionen, der Medienpolitik und der Kommunikatorforschung beschäftigten. Erst ab der Mitte der 70er Jahre und verstärkt in den 80er Jahren wurden (unter den Mitgliedern des „Studienkreises Rundfunk und Geschichte“ und in Zusammenhang mit der Etablierung einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Medienwissenschaft) auch Konzepte für eine Programmgeschichte bzw. eine Geschichte der Produkte und Inhalte der Medien Hörfunk und Fernsehen diskutiert. 1997 legte das Deutsche Rundfunkarchiv eine erste umfangreiche „Programmgeschichte des Hörfunks in der Weimarer Republik“ vor (vgl. Leonhard 1997), danach folgten weitere Forschungsprojekte zum Radio in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus sowie in der Nachkriegszeit und den 50er Jahren, die die Aspekte Programm und Rezeption/Publikum genauer untersuchten (vgl. Marßolek/von Saldern 1998 und Dussel 2002). Seit einigen Jahren liegt nun auch eine „Kultur- und Programmgeschichte des öffentlich-rechtlichen Hörfunks in der Bundesrepublik Deutschland“ vor (vgl. Marchal 2004).

Über einen langen Zeitraum wurde im wissenschaftlichen Diskurs darüber debattiert, ob der Rundfunk in der Geschichte der Motor, das Instrument, der Indikator oder der Spiegel des gesellschaftlichen bzw. kulturellen Wandels ist und wie groß der Einfluss der Macher (der Kommunikatoren) auf die Rezeption und das Radiopublikum tatsächlich ist. Die Forschung der vergangenen zehn Jahre hat gezeigt, dass alle Aspekte (Motor und Spiegel, Macher und Publikum, Programmstrukturen und Inhalte, Technik und Gestaltung, Institution und Rezeption) wichtige Faktoren in einem Beziehungsgeflecht des Mediums sind und es keine einfachen Erklärungsmuster gibt – die Forschung zur Radiogeschichte musste auch aus diesem Grunde immer vielschichtiger bzw. multifaktorieller werden. So wird in der neueren Radioforschung beispielsweise der Rezeption bzw. der Rolle des Hörers nicht nur wesentlich mehr Beachtung geschenkt, sondern die Bedeutung des Publikums für die Entwicklung des Mediums und seiner Inhalte deutlich höher eingeschätzt als in der älteren Rundfunkforschung (vgl. Dussel 2002: 14-32, 408 f.).

Obwohl – im Vergleich zum Gesamtbestand der Literatur über das Radio – relativ viele Publikationen zur Radiogeschichte vorliegen, sind dennoch weder alle rundfunkhistorischen Phasen und regionalen Besonderheiten noch alle Ebenen des Mediums (Programme, Sendeformen, Rezeption, Einfluss der Technik und anderer Faktoren auf die Produkte/Inhalte/Gestaltung) in gleichem Umfang und mit gleicher Intensität untersucht worden. Der Schwerpunkt der meisten größeren wissenschaftlichen Projekte lag bisher auf dem Zeitraum von der Einführung des Mediums in den 20er Jahren bis zum Ende der 50er Jahre/Anfang der 60er Jahre, also bis zur Etablierungsphase des neuen Mediums Fernsehen.

Felder der Radiogeschichtsschreibung

Radiogeschichte als Geschichte eines Einzelmediums kann mit dem Schwerpunkt auf einem oder mehreren Feldern des Mediums geschrieben werden. In der Forschung finden sich vier typische Ansätze der Mediengeschichtsschreibung (vgl. Hickethier 2002: 179), die im Folgenden kurz beschrieben werden und für die jeweils exemplarische Publikationen genannt werden:

  • Die Technikgeschichte des Radios beschäftigt sich mit den Erfindungen, die dem Radio zugrunde liegen, und den weiteren technologischen Entwicklungsschritten des Mediums (z. B. Rindfleisch 1985, Riegler 2008). Die Sendetechnik findet hierbei eine deutlich stärkere Berücksichtigung als die Produktions- bzw. Studiotechnik des Radios.
  •  Die Institutions- und Organisationsgeschichte arbeitet die institutionellen, politischen, ökonomischen und medienrechtlichen Rahmenbedingungen heraus und beschreibt die Veränderungen in den Rundfunkanstalten als gesellschaftliche Institutionen und in der Medienpolitik (z. B. Lerg 1970 und Bausch u. a. 1980).
  • Die Programmgeschichte untersucht die Konzepte, Strukturen, Inhalte und Ziele von Radioprogrammen (z. B. Leonhard 1997 und Marchal 2004); als Produktgeschichte auch die Themen, Motive, Genres und Gestaltungsformen der Sendungen. Von den unterschiedlichen Sendeformen, die sich im Radioprogramm finden, liegen zur Geschichte des Hörspiels und seinen Formen bislang die meisten Publikationen vor (vgl. dazu die Monografien zur Hörspielgeschichte, Schätzlein 2009).
  • Die Rezeptionsgeschichte rückt das Radiohören, den (einzelnen) Hörer bzw. das Publikum in den Mittelpunkt der Untersuchung und erforscht Veränderungen auf der Ebene der Medienrezeption sowie die Wechselwirkungen zwischen Publikum und Radioprogramm (z. B. Marßolek/von Saldern 1998 und Falkenberg 2005).

Neben diesen Hauptrichtungen radiogeschichtlicher Forschung gibt es weitere mediengeschichtliche Arbeitsfelder, die in der Gesamtzahl der zum Radio vorliegenden Veröffentlichungen zurzeit (noch) eine etwas geringere Rolle spielen, beispielsweise die Theoriegeschichte (Hagen 2005), Diskursgeschichte (Lenk 1997, Schneider 2002 ff.) und Sozialgeschichte (Dahl 1983, Mäusli 1999, Penka 1999) des Radios. Eine Zusammenfassung des Forschungsstands und der bis 2003 erschienenen Publikationen im Bereich der Institutionsgeschichte ab 1945 gab zuletzt Ansgar Diller (2006). […]

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Frank Schätzlein: Geschichte. In: Hans J. Kleinsteuber: Radio. Eine Einführung. Unter Mitarbeit von Ralph Eichmann, Uwe Hasebrink, Corinna Lüthje, Norman Müller und Frank Schätzlein. Wiesbaden: VS – Verlag für Sozialwissenschaften 2012, S. 63-81.

1. Entwicklung der Radiogeschichtsschreibung (S. 63)
2. Felder der Radiogeschichtsschreibung (S. 64)
3. Phasen der Radiogeschichte (S. 65)
4. Vorgeschichte des Radios (S. 66)
5. Etablierung des Radios in der Weimarer Republik (S. 67)
6. Radio als Massen- und Propagandamedium im Nationalsozialismus (S. 68)
7. Radio in der Nachkriegszeit und der Umbau des Rundfunksystems (S. 70)
8. Das „Radiojahrzehnt“ in den 50er Jahren (S. 71)
9. Konkurrenz zum Fernsehen: der Wandel des Radioprogramms in den 60er und 70er Jahren (S. 73)
10. Radio im dualen Rundfunksystem (S. 75)
11. Radio im wiedervereinigten Deutschland (S. 76)
12. Perspektiven der Radiogeschichtsschreibung (S. 78)
13. Fragen zur Wiederholung und Vertiefung (S. 79)
14. Definitionen und Erklärungen (S. 80)

Radiotheorien

Aus medienwissenschaftlicher Sicht lassen sich in Bezug auf das Radio die drei Bereiche Radiogeschichte, Radioanalyse und Radiotheorie unterscheiden (vgl. Hickethier 2003: 332 f.). Dabei kommt der Radiotheorie die Aufgabe zu, die „Gesetzmäßigkeiten“ des Mediums zu erforschen, zu beschreiben und zu systematisieren. Die Aussagen der Theorie und die Darstellungen der Radiogeschichtsschreibung werden durch Analysen in Einzeluntersuchungen von konkreten Programmen und Sendungen überprüft. Umgekehrt entstehen wissenschaftliche Theorien des Radios erst durch die Analyse des Mediums bzw. der Medienprodukte (vgl. Faulstich 1981) oder auch durch die Verallgemeinerung von Beobachtungen und Erfahrungen in der Medienpraxis. Und schließlich gibt es auch Wechselbeziehungen zwischen der Radiotheorie und der Radiogeschichte (vgl. Hagen 2005): Denn zum einen liefert die Geschichte des Mediums das Material für die Entwicklung von Theorien, zum anderen können Theorieansätze umgekehrt auch Impulse und Orientierungspunkte für die Radiogeschichtsschreibung liefern oder als Gegenstand einer Theoriegeschichte des Radios fungieren.

Radiotheorien können als in sich geschlossene Systeme von allgemeingültigen Aussagen über die Merkmale, Strukturen und Funktionen des Mediums Hörfunk verstanden werden – das Medium soll dabei tendenziell als Ganzes erfasst werden (nicht nur ein einzelner Teilbereich wie beispielsweise nur die Sendeform Hörspiel oder ausschließlich die Radionutzung bzw. der Rezeptionsvorgang). Der Begriff „Radiotheorie“ wird jedoch in der Öffentlichkeit, in der Medienpraxis und auch in der Wissenschaft mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Die Auseinandersetzung mit Radiotheorien wird dadurch verkompliziert, dass zum Teil (historische) Diskurse über das Radio als „Theorie“ eingestuft werden, obwohl es sich nicht um Arbeiten mit dem Anspruch einer Einzelmedientheorie handelt.

Um Radiotheorien und Texte, die als Theorien des Radios ‚verkauft‘ oder gelesen werden, inhaltlich besser zu verstehen, methodisch einordnen und in ihrem Nutzen bewerten zu können, ist es sinnvoll, Kriterien für ihre Beschreibung und Kategorisierung zu kennen. In der ersten Hälfte dieses Kapitels sollen deshalb zunächst die Verwendungsformen des Begriffs voneinander abgegrenzt sowie Konzepte und Systematisierungsmodelle der Radiotheorien vorgestellt werden, danach werden in der zweiten Hälfte einzelne Theorien und auch solche Beiträge, die im Nachhinein als Radiotheorien rezipiert wurden, kurz vorgestellt. […]

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Frank Schätzlein: Theorien. In: Hans J. Kleinsteuber: Radio. Eine Einführung. Unter Mitarbeit von Ralph Eichmann, Uwe Hasebrink, Corinna Lüthje, Norman Müller und Frank Schätzlein. Wiesbaden: VS – Verlag für Sozialwissenschaften 2012, S. 37-62.

1. Radiotheorien – die deutsche Perspektive (S. 37)
2. Theorie vs. Praxis – Individualtheorien – Radiotheorien (S. 38)
3. Kontexte und Fachbezüge (S. 39)
4. Reichweite und Gegenstände (S. 39)
5. Phasen und Typen (S. 40)
6. Entwicklungslinien der Radiotheorie (S. 42)
7. Einzelmedientheorien des Radios im Überblick (I):
utopische, medien- und gesellschaftskritische Ansätze (S. 43)
8. Einzelmedientheorien des Radios im Überblick (II):
wissenschaftlich-systematische Ansätze (S. 47)
9. Ausblick (S. 52)
10. Radiotheorien – der internationale Stand (von Hans J. Kleinsteuber) (S. 52)
11. Fragen zur Wiederholung und Vertiefung (S. 60)
12. Definitionen und Erklärungen (S. 61)

Der „aufmerksame Hörer“ – Zum Diskurs über das Hörspiel- und Radio-Hören

Der ideale Hörspiel-Hörer

Aus der Sicht einer Hörspielredaktion im öffentlich-rechtlichen Hörfunk könnte der ideale Hörer so aussehen:

Er informiert sich im Programmheft der Redaktion, das er abonniert hat, auf der Website des Senders, die er regelmäßig besucht, oder im Newsletter, den die Redaktion verschickt, über die kommenden Sendungen und ihre Autoren, Produzenten, Regisseure, Genres, Themen und Inhalte. Die Sendetermine der Hörspiele hält er sich frei, damit er die Ausstrahlung – vor allem der Ursendungen – nicht verpasst und sich von der ersten bis zur letzten Minute auf die Sendung konzentrieren kann. Das Hörfunkprogramm, das die Hörspielproduktionen ausstrahlt, hört er sowieso jeden Tag; die Frequenz des Programms hat er fest abgespeichert. Deshalb ist er pünktlich zum Beginn der Anmoderation des Hörspiels zur Stelle, um vorab die wichtigsten Informationen zum Stück und den Hörspielmachern aufzunehmen, bevor das Hörspiel beginnt.

Wenn die Sendung läuft, gilt dem Hörspiel seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Er ist voll konzentriert. Er sitzt lange Zeit entspannt, still und aufmerksam – wie er es aus dem Theater, dem Programmkino, der Oper oder dem Konzert mit Symphonieorchester, Kammermusikensemble oder Solisten gewohnt ist. Er würde nicht auf den Gedanken kommen, sich während der Sendung längere Zeit zu unterhalten, nebenbei in der Zeitung zu lesen oder zu kochen und dabei mit den Küchenutensilien zu klappern.

Sein bequemer Sitzplatz bildet mit dem linken und rechten Lautsprecher seiner Hi-Fi-Anlage ein gleichseitiges Dreieck („Stereodreieck“), an dieser Stelle im Raum („Sweet Spot“) sitzend kann er die stereophone Gestaltung des Stücks optimal nachvollziehen. Oft benutzt er auch einen Kopfhörer, der auch deshalb in Reichweite liegt, weil gelegentlich ein Hörspiel oder eine Klangkunst-Produktion in Kunstkopf-Stereophonie gesendet wird, das er nur mit dem Kopfhörer adäquat abhören kann. In den letzten Jahren wurden zudem einzelne Hörspiele und Radiokonzerte in Surround-Sound produziert und ausgestrahlt, deshalb hat er sich inzwischen auch einen Surround-Decoder und entsprechende Lautsprecher gekauft, die um seinen Sitzplatz herum aufgestellt sind.

Wenn die letzten Worte der Absage („eine Produktion des … aus dem Jahr …“) verklungen sind und das Hörspiel zu Ende ist, schaltet er nicht aus, sondern hört sich auch das Nachfolgende an: den Programmhinweis auf die nächste Sendung, die Informationen über öffentliche Hörspiel-Veranstaltungen und -Festivals (die er gerne gemeinsam mit anderen Hörspiel-Interessierten besucht), die Hinweise auf das Programmheft und das Online-Angebot, die vom Redakteur für die Zeit bis zum Beginn der Nachrichten bzw. der nachfolgenden Sendung passend zum vorangehenden Stück ausgewählte Musik, das „Geräusch des Monats“, die Laudatio auf das prämierte Stück, die anschließende Preisrede des Hörspielmachers, das Interview mit dem Autor/Regisseur/Redakteur des Hörspiels oder auch das längere Gespräch mit einem Experten für das Stück, das Genre, den Künstler oder die Epoche der Radio-/Hörspielgeschichte, in der die Produktion entstanden ist.

Hat er einmal ein Hörspiel verpasst oder möchte das Stück ein zweites Mal hören, ruft er die Website der Redaktion auf und nutzt den Audio-Stream, das Radio-on-Demand-Angebot oder den MP3-Download des einen oder anderen Hörspiels, das er dann konzentriert über Kopfhörer oder seine Hi-Fi-Anlage abhört. Einige Hörspielredaktionen (WDR, BR) bzw. Sendereihen („artmix“, „Wurfsendung“, „Geräusch des Monats“, „Alpha 0.7“, „ARD-Radio-Tatort“) bieten Produktionen als Podcast an, diese Angebote hat er inzwischen abonniert und in seine Podcatcher-Software integriert, sodass neue Sendungen automatisch auf seinen Computer heruntergeladen werden.

Auf den Webseiten der Hörspielredaktion und im Anhang des Programmhefts informiert er sich über diejenigen Produktionen, die auf Tonträger veröffentlich werden – immer wieder kauft er sich solche Hörspiel-CDs, um die Sendungen, die ihm besonders gut gefallen haben und besonders wertvoll erscheinen, zu einer beliebigen Zeit unabhängig vom Radioprogramm noch einmal hören zu können. Er bleibt seinem regionalen Programm und dem Hörspielangebot seiner Landesrundfunkanstalt treu, aber er hört auch die überregionalen Kulturradioprogramme und die vielen Hörspiele in ihrem Programmangebot.

So könnte sie aussehen – die Mediennutzung des idealen Hörspiel-Hörers. Aber: Gibt es überhaupt (noch) solche Rezipienten, die sich in dieser intensiven Weise – konzentriert zuhörend – den langen künstlerischen Sendungen des Hörfunks widmen? Oder nimmt die Zahl der Hörer, die dem Medium und seinen radiophonen Sendeformen insbesondere eine solch intensive Aufmerksamkeit durch langes, konzentriertes Hören entgegenbringen (wollen), ständig weiter ab? […]

Auszug aus:
Frank Schätzlein: Der „aufmerksame Hörer“ – Zur Diskursgeschichte des Hörspiel- und Radio-Hörens. In: Hörspielplätze. Positionen zur Radiokunst. Hrsg. von Hörspielsommer e. V. Dresden: Voland & Quist 2011, S. 88-102.

Textauszug und Vorschau bei Google Books und Amazon;
ausführliche Informationen zu diesem Sammelband gibt es hier im Weblog.

Die Fußballreportage als Radiokunst

Zu Tilman Küntzels „World Cup ’06 Radio Commentaries in Native Tongues Synchronous Recordings“

Live-Reportagen und besonders Sportreportagen gehören seit der Einführung des Mediums Radio zu den spektakulärsten Programmereignissen mit den höchsten Zuhörerzahlen. Neben dem Hörspiel, dem Feature und der Funkoper bzw. der radiophonen Musik ist die Sportreportage eine der genuinen, medienspezifischen Darstellungs- und Sendeformen des Radios. Sie besitzt eine ganz auf das Medium und seine Rezeptionsbedingungen zugeschnittene Dramaturgie, für die verschiedene Faktoren kennzeichnend sind: Live-Prinzip, Konferenzschaltung, Doppelmoderation, ggf. Staffelmoderation, Spontaneität des Sprechens, eine spezifische Sprache und ein hoher Stellenwert der sogenannten Atmo des Aufnahmeortes. So versuchte man bereits bei den frühen Fußballreportagen des deutschen Hörfunks in den Jahren 1925/1926 mit Hilfe von Mikrofonen hinter dem Torraum und im Zuschauerbereich möglichst viel von der Atmo im Stadion einzufangen (vgl. Schumacher 1997, S. 454).

Die Charakteristika der Radio-Fußballreportage wurden in unterschiedlichen Beiträgen zur Radiotheorie immer wieder als die spezifischen Eigenschaften des Mediums beschrieben. Auch nach siebzig Jahren Programmgeschichte sieht sie beispielsweise der Hörspielmacher Andreas Ammer weiterhin im Zentrum des Radios. In seiner Dankesrede zur Verleihung des Hörspielspreises der Kriegsblinden für das Jahr 1994 fragt er: „Was ist das Radio? Es hat in den über halbhundert Jahren seines Bestehens vor allem zwei Kulturformen entwickelt, für die es wie geschaffen scheint: Damit meine ich zunächst einmal nicht das Hörspiel, nein, ich spreche eher von der Fußball-Live-Reportage oder der Nachrichtenshow und vor allem von der Hitparade, den zweifellos erfolgreichsten Sendeformen. Diesen Umstand gilt es als jemand, der für dieses Medium arbeiten will und es nicht als Wurmfortsatz oder Sponsor einer schriftstellerischen oder kompositorischen Arbeit begreifen will, sorgfältig zu bedenken. Denn die Live-Reportage und die Nachrichtensendung bringen die Schnelligkeit des Mediums auf den Punkt; sie sind die Texte, die im Radio funktionieren“ (Ammer 1995, S. 196).

Das Fußballreportage lebt von der Spontaneität des Sprechens bzw. der Reporter, von der genauen Beschreibung des Geschehens bei gleichzeitiger sprachlicher ‚Verdichtung’, der Anpassung der Sprechgeschwindigkeit an das Tempo des Spiels bzw. das Bewegungstempo der Sportler, von Wortspielen und -schöpfungen, sprachlicher Verkürzung und Redundanz und vom gezielten Einsatz der Sprechpause (als Mittel der Spannungssteuerung oder um Geräusche bzw. die Atmo im Stadion deutlich hörbar zu machen, z. B. den Torjubel oder die Fangesänge). (Vgl. Scheu 2004).

Vor allem in der Hochzeit des sogenannten O-Ton-Hörspiels war Fußballreportagen sowie Gesänge und Stimmen vom Fußballplatz immer wieder Gegenstand und Materialpool innovativer Radioproduktionen. [Weiterlesen …]

Aufsatz: Frank Schätzlein: Die Fußballreportage als Radiokunst. Essay zu Tilman Küntzels „World Cup ’06 Radio Commentaries in Native Tongues Synchronous Recordings“. Berlin 2006. Online: http://www.tkuentzel.de/soundwall/pages/schaetzlein.html und http://www.frank-schaetzlein.de/texte/hoerspieldramaturgie.htm. Aufsatz als Download im PDF-Format

Stimme im Hörspiel – Zwischen „körperloser Wesenheit“ und „Lautaggregat“

Anmerkungen zur Stimme im Hörspiel

Das Hörspiel wird – vom Geräuschhörspiel und Soundscape abgesehen – im allgemeinen Sprachgebrauch nach wie vor als eine in erster Linie sprachliche und damit von der Stimme geprägte Kunstform definiert. Neben Sprache und Stimme bilden Geräusche, Musik und Stille das akustische Spielmaterial der Hörspielproduktion. Der Einsatz dieser Elemente radiophoner Kunst ist bereits in zahlreichen Publikationen zur die Geschichte und Theorie des Hörspiels thematisiert worden.[1] Die folgenden Ausführungen sollen die Podiumsdiskussion mit dem Hörspielmacher Paul Plamper und dem Kulturwissenschaftler Holger Schulze über „mediale Räume“, bei der die konkrete Arbeit mit der Stimme in der Praxis der Hörspielproduktion und des Sounddesigns im Mittelpunkt stand, durch einige Anmerkungen zur Geschichte der Stimme im Hörspiel ergänzen.

Sprache und Stimme begegnen uns in den meisten Hörspielproduktionen als Figurenrede, beide können aber auch unabhängig von einer Figur als ‚autonomes Wort‘ eines unbekannten Sprechers bzw. Erzählers zu hören sein. Oder wir hören zwar eine Stimme bzw. mit den Sprechorganen erzeugte Geräusche, aber eben keine verbalen Äußerungen – insofern ist bei manchen experimentellen Hörspielarbeiten auch noch einmal zwischen Wort und Sprache einerseits und Stimme andererseits zu unterscheiden. In der historischen Entwicklung des deutschsprachigen Hörspiels finden sich zu diesen Erscheinungsformen der Stimme sehr unterschiedliche Konzepte, die parallel zur Entwicklung der allgemeinen Hörspieldramaturgie[2] im Rundfunk laufen:

Die Frühzeit[3] der Sendeform in den zwanziger Jahren ist geprägt vom experimentellen Nebeneinander unterschiedlicher Ansätze: Hörspiel als Theaterersatz (für Blinde), als Wortkunstwerk des Hörfunks oder als Klangphänomen und absolute Radiokunst.[4] In der Folge werden in diesen dramaturgischen Konzeptionen auch der Stimme verschiedene Rollen zugeschrieben.

In den dreißiger, vierziger und fünfziger Jahren überwiegt die Faszination der „körperlosen Stimme“, die durch das neue Medium Radio verbreitet wird. In den hörspieltheoretischen Schriften Richard Kolbs wird „die Stimme als körperlose Wesenheit“[5] zum Zentrum eines normativen Hörspiel-Verständnisses, das noch bis zum Ende der fünfziger Jahre/Anfang der sechziger Jahre die dramaturgische Praxis in den Rundfunkanstalten bestimmt. Kolb formuliert 1932:

Der Funk kann uns „das Immaterielle, das Überpersönliche, das Seelische im Menschen in abstrakter Form oder in Gestalt körperloser Wesenheiten näherbringen. Frei von aller äußeren Form wird das Wort gleich einer Eingebung zur zeugenden Kraft in uns.“ – „Die entkörperte Stimme des Hörspielers wird zur Stimme des eigenen Ich.“ – „Die Stimme des Hörspielers wirkt schon bei der Darstellung einer leiblich zu denkenden Person als Stimme an sich und damit als Stimme des eigenen Ich. Durch Abstrahierung jeglicher Illusion des Körperlichen wird sie in ihm zur körperlosen Wesenheit.“[6]

Das Wort (des ‚Hörspieldichters‘) gilt im traditionellen Hörspiel als das wichtigste Element, auf seinem Stellenwert beruht die Einordnung der Form als literarische Gattung. Und auch die Konzeption der sogenannten „inneren Bühne“[7] ist mit der regietechnisch erzeugten Illusionswirkung des gesprochenen Wortes in der monophonen Radioübertragung verbunden. Zu den bekanntesten Vertretern dieses Hörspielkonzeptes gehören u. a. die Schriftsteller Günter Eich, Ingeborg Bachmann, Wolfgang Weyrauch und Ilse Aichinger. Heinz Schwitzke, von 1951 bis 1971 Leiter der NDR-Hörspielabteilung und bekanntester Hörspieltheoretiker der fünfziger Jahre, bezieht sich bis in die sechziger Jahre direkt auf Kolbs Hörspiel der ‚Innerlichkeit‘:

„Versteht man das Hörspiel – einerseits als Mischung von lautwerdenden und sogleich verlöschenden Worten und Klängen durch das Mittel der technisch-elektrischen Produktion – andererseits als ganz unkörperliche, bloß spirituelle ‚Anschauung‘ im Innern des Zuhörers, so kennt man eigentlich bereits alle Gründe seines Reichtums und sein ganzes, wunderbar einfaches und einheitliches Kunstprinzip.“[8]

1961 bezieht Friedrich Knilli die Praxis der elektronischen Musik und der ‚Musique concrète‘ systematisch in die Kritik des traditionellen Worthörspiels und in den Entwurf eines „Totalhörspiels“ bzw. „totalen Schall-Spiels“ mit ein. Mit Blick auf die Futuristen, Dadaisten und Lettristen fragt Knilli:

„Wo anders als im Hörfunk und damit im Hörspiel können diese Seufzer und Jauchzer, diese Laller und Lispler, diese UUUUU … und IIIII …, diese explosiven PTKBDG in ein dynamisches Spiel und Gegenspiel mit farbigem Rauschen, Sinustönen und anderen Schallgestalten treten? Aber dem herkömmlichen Hörspiel geht es nicht um diese Eigenwelt der Stimmen, nicht um farbige Sprechspektren, nicht um das Zischen der Konsonanten, den Purpur der Vokale, selbst dann nicht, wenn es sich ‚Spiel der Stimmen’ nennt […].“[9]

Hier erweiterten sich die Gestaltungsmöglichkeiten des Hörspiels (und auch die Bezugpunkte der Hörspielanalyse) um weitere Ausdrucksformen, um die Praxis der elektronischen Klangerzeugung/-manipulation, der synthetischen Stimmen (künstlicher Kehlkopf, Vocoder) und der Lautpoesie. In der Produktionspraxis der meisten Hörspielredaktionen setzt sich dieses erweiterte Verständnis der eigenen Arbeit jedoch kaum durch (beim Bayerischen Rundfunk produziert Paul Pörtner[10] in den sechziger Jahren Schallspiele im engeren Sinne).

Im sogenannten „Neuen Hörspiel“[11], das ab Ende der sechziger Jahre die Debatte über das ARD-Hörspiel bestimmt, dient die Sprache nicht mehr allein der Figurenrede (in Monolog und Dialog) zum Aufbau einer akustischen Illusionswelt, sondern vor allem als verbales Material für experimentell-literarische, technische und radiophone Bearbeitungen („Wortoperationen“). Bekannte Autoren und Realisatoren des Neuen Hörspiels sind u. a. Franz Mon, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Gerhard Rühm, Wolf Wondratschek, Jürgen Becker, Ludwig Harig, Paul Pörtner, Ferdinand Kriwet und Mauricio Kagel. Besonders in Radiocollagen wird der „Materialcharakter“ von Sprache durch Schnitt und Montage hervorgehoben.[12] An die Stelle der „Rollen und Charaktere“ treten hier „Typisierung und Abstraktion“[13] mit Hilfe entfigurierter Sprecherstimmen.[14]

„So wurden die zur Verfügung stehenden akustischen Materialien Sprache – Musik – Geräusch als gleichwertige nicht untermalende oder die Einfühlung erhöhende Elemente kompositorisch eingesetzt. Vorgeführt wurde nicht die ‚adäquate‘ sprachliche Interpretation des Textes, sondern verschiedene mögliche Sprachweisen. Dieser Akt der Verfremdung erweiterte die spielerischen Möglichkeiten und ließ zudem Sprach- und Sprechklischees sowie die in sie eingegangene Ideologie erkennbar werden. Die vom traditionellen Hörspiel geforderte ‚Einheit von Bild und Bedeuten‘ wurde als schöner Schein decouvriert.“[15]

Im Originalton-Hörspiel (O-Ton-Hörspiel) der siebziger Jahre (Michael Scharang, Frank Göhre, Hans Gerd Krogmann, Peter Faecke, Ferdinand Kriwet) werden durch Aufzeichnungen außerhalb des Hörspielsstudios unbekannte Stimmen aus dem Alltag – mit allen Brüchen, Rauheiten und Überraschungen – hörbar gemacht und die Äußerungen bekannter Stimmen (z. B. aus den Medien oder der Politik) durch Collagetechnik in andere oder neue Zusammenhänge gestellt; es geht nicht um inszenierte ‚Kunststimmen‘, sondern um den dokumentarischen Charakter des Stimmeindrucks.

„Zu unterscheiden ist zwischen zwei gleichwertigen, aber unterschiedlichen Qualitäten von O-Ton-Aufnahmen (eingeschränkt auf sprachliche Artikulation): einer offiziellen, vor allem durch die Medien Rundfunk und Fernsehen veröffentlichten Sprache und ihrer zumeist bekannten Sprecher und einer nicht offiziellen, nicht durch die Medien veröffentlichten Sprache der vielen anonymen Sprecher. […] In der Arbeit mit bereits veröffentlichten Materialien lassen sich zwei Richtungen erkennen, die sich nicht klar voneinander abgrenzen: Während einige Hörspielmacher sich mehr für das Phonetische, die rhythmisch-musikalische Strukturierung ihres Materials interessieren, wenden andere Montageverfahren an, die den täglichen akustischen Meinungs- und Informationsfluss der Medien aus ihrem Kontext herauslösen, isolieren, neu zusammensetzen, um die zuweilen verdeckten Absichten dieser offiziellen Sprache kenntlicher und überprüfbarer zu machen.“[16]

Seit den achtziger Jahren ist eine Vielfalt und Gleichzeitigkeit heterogener dramaturgischer Ansätze zu beobachten. Im großen Spektrum des Gegenwartshörspiels (pro Jahr entstehen in der ARD mehr als 600 Neuproduktionen) stehen die unterschiedlichsten Ausprägungen von Hörspiel-Stimmen nun nebeneinander: als inszenierte Figurenrede des konventionellen Illusionshörspiels, als O-Ton-Dokument rauer Alltagssprache, als fiktiver O-Ton mit den Stimm- und Spracheigenarten einer bestimmten Sprechergruppe, als Gesangsstimme oder nach musikalischen Parametern bearbeitete Sprechstimme und als (nonverbales) Lautmaterial experimenteller akustischer Kunst. Beispielhaft für die Vielfalt in der neunziger und zweitausender Jahren sei hier u. a. auf die Arbeiten von Walter Filz, Paul Plamper, Hermann Bohlen, Eran Schaerf, Ulrich Bassenge, Michael Lentz, Grace Yoon, Michael Vetter, Ronald Steckel oder Heiner Goebbels verwiesen.

Losgelöst vom traditionellen Hörspielverständnis – oder eben als programmatischer Gegenentwurf hierzu – kann Stimme in der Radiokunst aber auch primär als Klangphänomen begriffen und gestaltet werden, beispielhaft sind dafür die Produktionen von Carlfriedrich Claus: Lautaggregat (WDR 1993), Basale Sprech-Operationsräume (BR 1995). Claus schreibt zu seiner WDR-Produktion:

„Das Lautaggregat besteht aus 32 Sprechoperationen. Es wendet sich an die Fähigkeit des Gehörs, Schallquellen zu orten, also an das Raumhören. Wir verständigen uns jetzt in natürlicher Sprache, aber was in uns tatsächlich vorgeht, wissen wir nicht. Die Ränder der Informationen, die keine Bedeutung zum Erkennen des Sprachlauts haben, genau diese Ränder interessieren mich, das heißt: Diese Lautprozesse oder Sprechoperationen sind kein Sprechen im Sinne der Phonologie, wo jedem Sprechakt ein bestimmtes Gerüst einer bestimmten natürlichen Sprache vorausgehen muss; hier geht es gerade darum, dieses Gerüst zu durchbrechen, aus ihm heraus zu brechen. Es war tatsächlich die Überwindung, das Durchbrechen einer Barriere, die natürliche Sprache zu verlassen und zu völlig quasi freischwebenden Lautgebilden zu kommen. Letztlich will das Aggregat den Rezipienten auch dazu anregen, mit seinen eigenen Sprachorganen zu experimentieren, sich averbal zu hören, anders.“[17]

Klaus Schöning, bis 2001 Leiter des Studio Akustische Kunst (WDR), hat auf seiner „Klangreise“ durch die Produktionsgeschichte seines Studios rückblickend „Voicings“ von Henri Chopin, Gerhard Rühm, John Cage, Carlfriedrich Claus und vielen anderen zusammengestellt, in denen diese erweiterten Spielarten von Sprache und/oder Stimme in der radiophonen Hörkunst realisiert wurden.[18] Schönings Sammlung mit Hörbeispielen „akustischer Kunst im Radio“ vermittelt nach inzwischen über achtzig Jahren Hörspielgeschichte eine Vorstellung davon, welche Spannbreite der Stimm-Arbeit in der Radiokunst – neben den Produktionen der ARD-Hörspielabteilungen und der freien Hörspielszene – möglich ist.

[…]

Auszug aus:
Frank Schätzlein: Zwischen „körperloser Wesenheit“ und „Lautaggregat“. Anmerkungen zur Stimme im Hörspiel. In: Stimm-Welten. Philosophische, medientheoretische und ästhetische Perspektiven. Hrsg. von Doris Kolesch, Vito Pinto und Jenny Schrödl. Bielefeld: transcript 2009, S. 115-125.

Textauszug bei Google Books und Libreka.



Anmerkungen und Quellennachweise

[1] Siehe Friedrich Knilli: Das Hörspiel. Mittel und Möglichkeiten eines totalen Schallspiels. Stuttgart: Kohlhammer 1961, S. 23-44; Armin Paul Frank: Das Hörspiel. Vergleichende Beschreibung und Analyse einer neuen Kunstform, durchgeführt an amerikanischen, deutschen, englischen und französischen Texten. Heidelberg: Winter 1963, S. 91-115; Eugen Kurt Fischer: Das Hörspiel. Form und Funktion. Stuttgart: Kröner 1964, S. 119-154; Birgit H. Lermen: Das traditionelle und neue Hörspiel im Deutschunterricht. Strukturen, Beispiele und didaktisch-methodische Aspekte. Paderborn: Schöningh 1975, S. 32-41 und 156-171; Werner Klippert: Elemente des Hörspiels. Stuttgart: Reclam 1977, S. 49-114; Armin Paul Frank: Das englische und amerikanische Hörspiel. München: Fink 1981, S. 78-100; Götz Schmedes: Medientext Hörspiel. Ansätze einer Hörspielsemiotik am Beispiel der Radioarbeiten von Alfred Behrens. Münster: Waxmann 2002, S. 71-83.

[2] Vgl. Frank Schätzlein: Veränderungen und Tendenzen der Hörspieldramaturgie. Zu den Strategien und Positionen der dramaturgischen Arbeit im öffentlich-rechtlichen Radio, in: Golo Föllmer und Sven Thiermann (Hg.): Relating Radio. Communities, Aesthetics, Access. Beiträge zur Zukunft des Radios. Leipzig: Spector 2006, S. 178-191. PDF-Version: http://www.frank-schaetzlein.de/texte/hoerspieldramaturgie.pdf.

[3] Zur Vor- und Frühgeschichte der Stimme in Radio und Hörspiel siehe Gaby Hartel und Frank Kaspar: Die Welt und das geschlossene Kästchen: Stimmen aus dem Radio – und über das Radio, in: Brigitte Felderer (Hg.): Phonorama. Eine Kulturgeschichte der Stimme als Medium. ZKM, Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Museum für Neue Kunst. München. München: Matthes & Seitz 2004, S. 133-144.

[4] Die Stimme in Radiokunst-Theorien der Weimarer Republik untersucht Reinhart Meyer-Kalkus: Stimme und Sprechkünste im 20. Jahrhundert. Berlin: Akademie-Verl. 2001, S. 363-381 (vor allem Alfred Döblin, Ernst Hardt, Rudolf Arnheim, Bertolt Brecht und Walter Benjamin). Zur Vielfalt der Hörspieltheorie dieser Zeit vgl. August Soppe: Der Streit um das Hörspiel 1924/25. Entstehungsbedingungen eines Genres. Berlin: Spiess 1978, S. 88-119; Stefan Bodo Würffel: Das deutsche Hörspiel. Stuttgart: Metzler 1978, S. 18 ff.

[5] Vgl. Richard Kolb: Das Horoskop des Hörspiels. Berlin: Hesse 1932, S. 48 ff.

[6] Ebd., S. 52, 55, 57. Ich verzichte hier auf eine ausführliche Kommentierung, die Hörspieltheorie Richard Kolbs ist bereits vielfach untersucht worden, u. a. in Wolfram Wessels: Hörspiele im Dritten Reich. Zur Institutionen-, Theorie- und Literaturgeschichte. Bonn: Bouvier 1985, S. 355-364; Reinhard Döhl: Das Hörspiel zur NS-Zeit. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1992, S. 36-40; Wolfgang Hagen: Das Radio. Zur Geschichte und Theorie des Hörfunks – Deutschland/USA. München: Fink 2005, S.  117-120.

[7] Erwin Wickert: Die innere Bühne, in: Akzente 1 (1954), S. 505-514.

[8] Heinz Schwitzke: Bericht über eine junge Kunstform, in: ders. (Hg.): Sprich, damit ich dich sehe. Sechs Hörspiele und ein Bericht über eine junge Kunstform. München: List 1960, S. 9-29, hier S. 18.

[9] Friedrich Knilli: Das Hörspiel. Mittel und Möglichkeiten eines totalen Schallspiels. Stuttgart: Kohlhammer 1961, S. 35 f.

[10] Vgl. Paul Pörtner: Schallspielstudien, in: Klaus Schöning (Hg.): Neues Hörspiel. Essays, Analysen, Gespräche. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970, S. 58-70.

[11] Vgl. Reinhard Döhl: Das Neue Hörspiel. 2. überarb. Aufl. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1992.

[12] Eine Analyse zur Stimme in „One Two Two“ von Ferdinand Kriwet, „Häuser“ von Jürgen Becker/Raoul Wolfgang Schnell und „Alea“ von Paul Pörtner hat Ingo Kottkamp vorgelegt: Stimmen im Neuen Hörspiel. Münster: Univ. Diss. 2001, online: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=970204701 (Stand: 19.8.2007).

[13] Birgit H. Lermen: Das traditionelle und neue Hörspiel im Deutschunterricht. Strukturen, Beispiele und didaktisch-methodische Aspekte. Paderborn: Schöningh 1975, S. 150.

[14] Vgl. Hellmut Geißner: Spiel mit Hörer, in: Akzente 16 (1969), H. 1, S. 39 f.

[15] Klaus Schöning: Hörspiel als verwaltete Kunst, in: ders. (Hg.): Neues Hörspiel. Essays, Analysen, Gespräche. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970, S. 248-266, hier S. 259 f.

[16] Klaus Schöning: Der Konsument als Produzent? In: ders. (Hg.): Neues Hörspiel O-Ton. Der Konsument als Produzent. Versuche. Arbeitsberichte. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1974. S. 7-39, hier S. 24.

[17] Westdeutscher Rundfunk (Hg.). Klangreise – Sound Journey. Studio Akustische Kunst. 155 Werke 1968-1997. Red.: Klaus Schöning. Köln: WDR 1997, S. .66 f.

[18] Klaus Schöning: riverrun. Von der menschlichen Stimme, dem Universum der Klänge und Geräusche inmitten der Stille. Klangreise in das Studio Akustische Kunst des WDR (WDR 1998). Audio-CD. Mainz: Wergo 1999.

Literaturauswahl zum Thema

Hartel, Gaby und Frank Kaspar: Die Welt und das geschlossene Kästchen: Stimmen aus dem Radio – und über das Radio, in: Brigitte Felderer (Hg.): Phonorama. Eine Kulturgeschichte der Stimme als Medium. ZKM, Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Museum für Neue Kunst. München. München: Matthes & Seitz 2004, S. 133-144.

Institut für Neue Musik und Musikerziehung, Darmstadt (Hg.): Stimme. Stimmen – (Kon)Texte, Stimme – Sprache – Klang, Stimmen der Kulturen, Stimme und Medien, Stimme in (Inter)Aktion. Mainz: Schott 2003 (= Veröffentlichungen des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung. Bd. 43).

Klippert, Werner: Elemente des Hörspiels. Stuttgart: Reclam 1977 (= RUB 9820).

Kottkamp, Ingo: Stimmen im Neuen Hörspiel. Münster: Univ. Diss. 2001, online: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=970204701 (Stand: 19.8.2007).

Kümmel, Albert: Innere Stimmen – Die deutsche Radiodebatte, in: Albert Kümmel, Leander Scholz und Eckhard Schumacher (Hg.): Einführung in die Geschichte der Medien. Paderborn: Fink 2004 (= UTB 2488), S. 175-197.

Meyer, Petra Maria: Die Stimme und ihre Schrift. Die Graphophonie der akustischen Kunst. Wien: Passagen-Verl. 1993 (= Passagen Philosophie).

Meyer-Kalkus, Reinhart: Stimme und Sprechkünste im 20. Jahrhundert. Berlin: Akademie-Verl. 2001.

Vielhauer, Annette: Welt aus Stimmen. Analyse und Typologie des Hörspieldialogs. Neuried: Ars Una 1999 (= Deutsche Hochschuledition. Bd. 78).

News-Archiv 2005

[…]

10/2005 – Programm und nominierte Produktionen für die ARD-Hörspieltage (Köln, 16. bis 20.11.2005)

Programmüberblick der Hörspieltage (Archivseite)
Abstimmungsergebnis

9/2005 – Berliner Frequenz 100,6 MHz wird neu ausgeschrieben

• MABB: Ausschreibung der in Berlin verfügbaren UKW-Hörfunkfrequenz 100,6 MHz. Pressemitteilung der MABB (28.9.2005).
Ulrike Simon: Lizenz für Hundert,6 wird zurückgegeben. In: Tagesspiegel (27.9.2005).
• Ulrike Simon: „Berliner Lösung“. Eine Hotelgruppe und FAB gehören zu den Kaufinteressenten von Radio Hundert,6. In: Tagesspiegel (26.9.2005).

9/2005 – Veränderungen beim Radioprogramm der Deutschen Welle

Deutsche Welle: Deutsches Programm von DW-RADIO runderneuert (27.9.2005).
nz: Deutsche-Welle-Radio künftig immer live. In: Netzeitung (27.9.2005).

9/2005 – MABB-Direktor Hans Hege zur Konzentration in der Radiobranche

Kai Makus (Ed.): Medienaufseher warnt vor Radio-Konzentration. In: Netzeitung (13./15.9.2005).
«Im Radio steht die Konzentration noch bevor» (Interview mit Hans Hege, Direktor der MABB). In: Netzeitung (13.9.2005).

8/2005 – Neues Projekt der MABB für den digitalen Hörfunk: Radioempfang über DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial)

• MABB: Erweiterung des Angebotes über DVB-T: n-tv, Euronews und 32 Radioprogramme. Pressemitteilung der MABB (29.8.2005).
• MABB: IFA 2005 – Neuer Aufbruch für digitales Radio. Pressemitteilung der MABB (25.8.2005).
Kai Kolwitz: Mehr Abwechslung im Äther. DVB-T wird zur Funkausstellung radiotauglich. In: Tagesspiegel (15.8.2005).

8/2005 – Komponist, Klangkünstler und Hörspielmacher Luc Ferrari gestorben

• Sebastian Reier: Luc Ferrari, Tonfänger. Der Komponist, der den Klängen der Welt das Mikrofon entgegenhielt, ist nicht mehr da. Ein Nachruf. In: Die Zeit (24.8.2005). Nr. 34/2005.
Rudolf Frisius: Ferrari – Biographische Notiz. Homepage des Musikwissenschaftlers Rudolf Frisius.
Luc Ferrari. Interview by Dan Warburton, July 22, 1998 [engl]. Paris Transatlantic Magazine (July 1998).
Luc Ferrari [engl.]. Other Minds: Index of Composers.

8/2005 – Robert (Bob) Moog, der Entwickler des Synthesizers, ist gestorben

Tilman Baumgärtel: Nie gehörte Klänge. In: taz (24.8.2005).
Trevor Pinch: Bob Moog, Rock-Ingenieur. In: Die Zeit (23.8.2005). Nr. 34/2005.
„Mr. Synthesizer“. Robert Moog ist tot. In: Spiegel-Online (23.8.2005).

8/2005 – Medienanstalten HAM und ULR wollen stärker kooperieren

• HAM befürwortet stärkere Kooperation der norddeutschen Landesmedienanstalten. Pressemitteilung der HAM (24.8.2005).
• ULR begrüßt Entschließungsantrag zu mehr Kooperation im Medienbereich. Pressemitteilung der ULR (24.8.2005).
• HAM und ULR verständigen sich auf verstärkte Zusammenarbeit. Pressemitteilung der HAM (10.8.2005).

8/2005 – Erste deutsche „Hörspielkirche“ im Müritzkreis eröffnet

• NDR: Mit einer Mischung aus Krimi, Kinderhörspiel und Roman ist Deutschlands erste „Hörspielkirche“ am 5. August in Federow (Müritzkreis) „auf Sendung“ gegangen. NDR, Kultur (ohne Datum).
• Anne-Dorle Hoffgaard: Radio in der Kirche. In Mecklenburg-Vorpommern entsteht die erste Hörspiel-Kirche Deutschlands. In: epd. Landesdienst Ost (10.12.2003).

8/2005 – Erste Eindrücke vom neuen Kinderprogramm „Radio Teddy“

Christiane Meixner: Brabbel-Funk. Das erste Kinderradio macht es Eltern eher schwer. In: Berliner Morgenpost (14.8.2005).
• Torsten Wahl: Nüsse zählen, Schnappi hören, Skoda fahren. Was den Hörer bei Radio Teddy erwartet. In: Berliner Zeitung (10.8.2005).
Matthias Bertsch: Radio Teddy geht auf Sendung. Erstes kommerzielles Kinderradio mit öffentlich-rechtlicher Beteiligung. Deutschlandfunk: Markt und Medien (6.8.2005).
Radio TEDDY. Homepage des Senders.

8/2005 – Diskussion über die Gesellschafterstruktur des ersten deutschen Hörfunkprogramms für Kinder: „Radio Teddy“

Lutz Steinbrück: Gar nicht nett: Streit um Radio Teddy. In: Tagesspiegel (4.8.2005).
Oliver de Weert: Dem Potsdamer „Radio Teddy“ wird das Fell zerrupft. Privatfunker klagen: „Verdeckter ARD-Sender“. In: Die Welt (1.8.2005).
• Rainer Braun: Zweifelhafte Verhältnisse bei Radio Teddy. ARD ist über die Bavaria an einem Privatsender beteiligt. In: Berliner Zeitung (1.8.2005).

7/2005 – Ergebnisse der aktuellen Media-Analyse liegen vor: ma 2005 Radio II

ma 2005 Radio II. Ergebnisse: Reichweiten, tägliche Hörer, Radiomarkt, Eckdaten der Nutzung, Tagesverlauf, Methoden. ARD-Werbung Sales & Services (ohne Datum).
• Vergleichsanalyse ma 2005 Radio II: Reichweitenvergleiche, Strukturvergleiche, Tausenderpreise. RMS – Radio Marketing Service (ohne Datum).
• ma 2005 Radio II. Radio: starke Reichweiten – stabile Wirtschaftlichkeit. Pressemitteilung der ARD-Werbung (19.7.2005).
• ma 2005 Radio II. AS&S: Radiowerbung, die sicher ankommt. Pressemitteilung der ARD-Werbung (19.7.2005).
• Radio bleibt Tagesbegleiter Nummer 1 in Deutschland. Pressemitteilung des RMS – Radio Marketing Service (19.7.2005).
Inge Seibel-Müller und Horst Müller: „Es ist nicht wichtig, wie viele Leute uns hören“. Vor einer Woche wurden die Hörerzahlen der deutschen Radiosender veröffentlicht – die Erhebungsmethode ist zunehmend umstritten. In: Telepolis (26.7.2005).
ag.ma – Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e. V. Homepage.

7/2005 – Karl-Sczuka-Preis 2005 geht an Hanna Hartman, den Förderpreis erhält Antje Vowinckel

• Download: Rede zur Preisverleihung 2005 von SWR Hörfunkdirektor Bernhard Hermann (23,7 KB, rtf)
• Download: Laudatio zur Preisverleihung 2005 von Frank Kaspar, Mitglied der Jury (24,7 KB, rtf)
• Download: Zum 50. Jubiläum des Karl-Sczuka-Preises Grußwort von Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiss (26,5 KB, rtf)
• Hanna Hartman erhält Karl-Sczuka-Preis 2005. Förderpreis an Antje Vowinckel. Pressemitteilung des SWR (6.7.2005).
Hanna Hartman – Homepage: News, CDs, Work, Performance.
Hanna Hartman – Kurzbiographie (Kryptonale).
Antje Vowinckel – Hörspiele, Feature, Klangkunst, Biographie (Kulturserver Berlin).
Karl-Sczuka-Preis 2005: Hanna Hartman und Antje Vowinckel (25.11.2005).
Karl-Sczuka-Preis (SWR)

7/2005 – Kurd-Laßwitz-Preis für das beste deutschsprachige Science-Fiction-Hörspiel des Jahres 2004 geht an „Das letzte Geheimnis“ (WDR 2004) von Norbert Schaeffer nach Bernard Werber

Begründung/Laudatio zum Kurd-Laßwitz-Preis 2005
• WDR-Hörspiel „Das letzte Geheimnis“ mit Science-Fiction-Preis ausgezeichnet. Pressemitteilung des WDR (1.7.2005).
Kurd-Laßwitz-Preis – Deutschsprachige Science-Fiction-Schaffende
Norbert Schaeffer – Eintrag bei Wikipedia
Science-Fiction-Hörspiel – von Horst G. Tröster

6/2005 – Ausschreibung zum MDR-Kinderhörspielpreis 2006

• MDR: Ausschreibung – Die besten Kinderhörspiele. Vom Ohr ins Herz und in den Kopf. MDR, Kinderwelt (24.6.2005).

6/2005 – Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden an Stefan Weigl

ddp: Hörspielpreis an Stefan Weigl. In: Kölner Stadtanzeiger (6.6.2005).
• epd: Stefan Weigl erhielt Hörspielpreis der Kriegsblinden. epd-Nachrichten (6.6.2005).
• Stefan Weigl erhielt Hörspielpreis der Kriegsblinden. WDR.de, Kultur (6.6.2005).
• Fotos der Preisverleihung von Karin Engel. Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden an Stefan Weigl am 6. Juni 2005 in Bonn/Petersberg. Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, Presse (6.6.2005).
Special: Hörspielpreis der Kriegsblinden (interner Link).

6/2005 – Zwanzig Jahre Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM)

20 Jahre DLM: Von der „Anstalt für Kabelkommunikation“ bis zur „Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten“. Pressemitteilung der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Nr. 7/2005 (3.6.2005).
ALM-Jahrbuch 2004 erschienen. Pressemitteilung der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Nr. 8/2005 (3.6.2005).
ALM – Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten. Homepage.

5/2005 – Call for Works: Ausschreibung des 44. Karl-Sczuka-Preises für Radiokunst hat begonnen

Hörspiel als Radiokunst: Ausschreibung für den Karl-Sczuka-Preis 2005. Bewerbungsfrist endet am 15. Juni. Verleihung am 15.10. im Rahmen der Donaueschinger Musiktage. Pressemitteilung des SWR, Sekretariat des Karl-Sczuka-Preises, bei Presseportal/News aktuell (11.5.2005).
Karl-Sczuka-Preis (SWR2)
Karl-Sczuka-Preis 2004 für ‚Skeleton in the Museum‘ von Jon Rose. Förderpreis 2004 für ‚tuning, stumm‘ von Oswald Egger (ORF-Kunstradio). Interner Link, News-Archiv 8/2004.

5/2005 – Entscheidung des Medienrats der Medienanstalt Berlin-Brandenburg zu Radio Hundert, 6

• Betrieb von Hundert,6 wird wieder bei der früheren Lizenzinhaberin zusammengeführt. Pressemeldung der mabb (11.5.2005).
• Torsten Wahl: Die Lizenz zum Sanieren. Medienrat gibt insolventem Radio Hundert,6 neue Chance. In: Berliner Zeitung (13.5.2005).
David Denk: Alles wieder auf alt. Beim Berliner Privatradio Hundert,6 erzwingt die Aufsichtsbehörde eine Rücknahme der Umstrukturierung. In: taz (13.5.2005). Nr. 7663.

5/2005 – Call for Works: Ausschreibung des Phonurgia Nova-Wettbewerbs 2005 für Radiokunst

Ausschreibung (deutsch). Phonurgia Nova-Wettbewerb 2005.
Über Phonurgia Nova
Phonurgia-Homepage

5/2005 – Regierungschefs der norddeutschen Bundesländer unterschreiben Novelle des NDR-Staatsvertrags

Regierungen stimmen NDR-Staatsvertrag zu. Intendant Plog zufrieden mit dem Resultat. In: Hamburger Abendblatt (27.4.2005).
Wulff zufrieden mit neuem NDR-Staatsvertrag. In: Die Welt (4.5.2005).
• Plog zu Staatsvertrag. Pressemitteilung des NDR (26.4.2005).

4/2005 – Sparmaßnahmen beim Hessischen Rundfunk: hr-klassik wird in das Programm von hr2 integriert

• hr-klassik wird am 1. Oktober in hr2 integriert. Bereits ab 5. September jeden Abend Klassik in hr2. Pressemeldung des hr (22.4.2005).
• 40-Millionen-Sparpaket beschlossen. hr-Rundfunkrat genehmigt Konsolidierungsplan. Pressemeldung des hr (15.4.2005).
Homepage von hr-klassik
Homepage von hr2

4/2005 – Krise beim Berliner Privatsender Hundert, 6: Insolvenzantrag eingereicht

Michael Link und Tanja Kotlorz: Staatsanwaltschaft durchsucht Räume des privaten Radiosenders 100,6. In: Die Welt (28.4.2005).
• Rainer Braun: Höchst unschön. Hundert,6-Geschäftsführer Thimme entledigt sich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vieler Mitarbeiter. In: Berliner Zeitung (19.4.2005).
Richard Rother: Von hundert auf null. Klammheimlich wurde der Berliner Radiosender Hundert,6 gestern geschlossen, offiziell sendet er weiter. In: taz (19.4.2005).
Antonia Götsch: Berliner Rundfunk-Posse. Sag zum Abschied leise gar nichts. In: Spiegel Online (18.4.2005).

4/2005 – Hörspiel-Komponist und Karl-Sczuka-Preisträger Peter Zwetkoff feiert 80. Geburtstag

SWR: Peter Zwetkoff zum 80. Geburtstag. SWR-Hörfunkdirektor würdigt ehemaligen Hauskomponisten. Drei Sendungen in SWR2. Presseportal, SWR-Pressemitteilung (12.4.2005).
• Drei Hörspiele in SWR2. Peter Zwetkoff zum 80. Geburtstag. Ein Komponist als Hörspielmacher. SWR2: Hörspiel (13.4.2005).
Peter Zwetkoff. HoerdatWiki (5.12.2004).
• Peter Zwetkoff. mica – Music Information Center Austria: Komponistinnen (ohne Datum).
• Werkverzeichnis Peter Zwetkoff. SWR2: Hörspiel (rtf-Dokument, ohne Datum).

3/2005 – Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Stripped – Ein Leben in Kontoauszügen“ von Stefan Weigl (WDR)

54. Hörspielpreis der Kriegsblinden geht an Stefan Weigl. Bund der Kriegsblinden Deutschlands e.V. und Filmstiftung NRW
verleihen zum 54. Mal die renommierte Auszeichnung für Hörspielautoren
. Filmstiftung Nordrhein-Westfalen (29.3.2005).
• Hörspielpreis für WDR-Produktion „Stripped“. „Ein Glücksfall für das Medium Radio“. WDR.de: Kultur (29.3.2005).
Ein Leben in Kontoauszügen. Münchner erhält 54. Hörspielpreis der Kriegsblinden. Interview mit dem Preisträger Stefan Weigl. Deutschlandradio Kultur: Fazit (29.3.2005).
Hörspielpreis. Ehrung für „Ein Leben in Kontoauszügen“. In: Spiegel Online (29.3.2005).
• Münchner erhält Hörspielpreis der Kriegsblinden. Kultur.ARD.de: Bücher (30.3.2005).
• Stefan Weigl/Autor – Vita. Filmstiftung Nordrhein-Westfalen (ohne Datum).
Weiterführende Links:
Special: Hörspielpreis der Kriegsblinden (interner Link).
WDR-Radio: Hörspiel – Homepage
Hörspielpreis der Kriegsblinden mit Statut vom 4.3.2002 (BKD)
BKD – Bund der Kriegsblinden Deutschlands – Homepage
Filmstiftung Nordrhein-Westfalen – Homepage

3/2005 – Deutscher Hörbuchpreis 2005 für „Krupp oder die Erfindung des bürgerlichen Zeitalters“ (WDR) und „Der Mann ohne Eigenschaften. Remix“ (BR)

Verleihung des Deutschen Hörbuch Preises 2005. WDR-Pressemitteilung (20.3.2005).
• „Krupp – oder die Erfindung des bürgerlichen Zeitalters“. WDR.de, Kultur (ohne Datum).
• Peter Märthesheimer, „Krupp oder Die Erfindung des bürgerlichen Zeitalters“. Der >Audio< Verlag (ohne Datum).
• „Der Mann ohne Eigenschaften. Remix“. BR, Hörspiel aktuell (5.11.2004).
• Deutscher Hörbuch Preis 2005. Die Nominierungen in den sechs Kategorien. WDR.de, Kultur (5.1.2005).

3/2005 – Hörbuchpreis „HörKules“ für „Die Päpstin“ von Donna W. Cross (MDR 2000)

• HörKules für MDR-Produktion „Die Päpstin“. MDR, Leipzig liest/Radio (19.3.2005).
• „Die Päpstin“ begeistert die Hörbuch-Fans. MDR-Pressemitteilung (18./19.3.2005).
Hörkules „trifft“ Päpstin. ARD-Radionacht der Hörbücher. Börsenblatt Online – Onlinemagazin für den deutschen Buchhandel (19.3.2005).
• HörKules 2005 – Diese Hörbücher standen zur Wahl. MDR, Leipzig liest/ARD-Radionacht (18./19.3.2005).
• HörKules – der fünfte! MDR-Pressemitteilung (15.3.2005).
• ARD-Radionacht der Hörbücher. Die vorgestellten Hörbücher im Überblick. ARD.de: Radio: Hörspiel & Soundart (15.3.2005).

3/2005 – Die Ergebnisse der neuen Media-Analyse liegen vor: ma 2005 Radio I

• AP: ARD und Private äußern sich zufrieden mit Media-Analyse. Yahoo, Nachrichten (9.3.2005).
• ma 2005 Radio I: Mehr Hörer, mehr Umsatz! Pressemitteilung der ARD-Werbung (9.3.2005).
• ma 2005 Radio I: AS&S-Radioangebote auf dem Vormarsch. Pressemitteilung der ARD-Werbung (9.3.2005).
• ARD: Spitzenposition für ARD-Hörfunk. ARD-Pressemitteilung. intern.ARD.de (9.3.2005).
• Reichweiten im Radio bleiben auf hohem Niveau konstant. RMS-Pressemitteilung (9.3.2005).

3/2005 – Hörspiel auf der Probebühne: NDR-Hörtheater im Deutschen Schauspielhaus Hamburg

• HARTZ V oder Was machen Sie beruflich? „Angebot und Nachfrage“ von Roland Schimmelpfennig. NDR Info (28.2.2005).
• NDR-Hörtheater im Deutschen Schauspielhaus. Pressemitteilung des NDR (22.2.2005).
• NDR-Hörtheater: „Angebot & Nachfrage“ von Roland Schimmelpfennig, in Anwesenheit des Regisseurs. Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Veranstaltungsinformationen.

2/2005 – „Holzfällen“ von Thomas Bernhard ist Hörspiel des Jahres 2004 (ORF)

• „Holzfällen“ zu „Hörspiel des Jahres 2004“ gewählt. ORF: Ö1 Inforadio (25.2.2005).
Wahl zum Hörspiel des Jahres 2004. ORF: Ö1, Highlights.
• „Holzfällen (Der Auftritt des Burgschauspielers)“ von Thomas Bernhard wurde „Hörspiel des Jahres 2004“. Hörspiel in Österreich (ORF).
• Ergebnis des Kurzhörspielproduktionen-Wettbewerbs „kurz & gut“ des ORF. Hörspiel in Österreich (ORF).
• Die lange Nacht des Hörspiels 2005. Hörspiel in Österreich (ORF).
„Holzfällen“ von Thomas Bernhard. Kurzinformationen zum Hörspiel mit Hörbeispiel (Windows Media-Player; 2:48 Min.). ORF: Ö1.
Special: Hörspiel des Jahres, ORF (interner Link).

2/2005 – Neue Hörspielformen und -sendeplätze beim Deutschlandradio Kultur

DeutschlandRadio Berlin wird zu Deutschlandradio Kultur. Start der Programmreform am 7. März. DeutschlandRadio: Aktuell (21.2.2005).
• DeutschlandRadio bietet umfangreiches Hörspielangebot. 75 Eigenproduktionen pro Jahr. Zwölf Sendeplätze für Hörspiel und künstlerisches Feature. Pressemitteilung von DeutschlandRadio Berlin (2.2.2005).
DeutschlandRadio: Themenportal Hörspiel – Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur/DeutschlandRadio Berlin
DeutschlandRadio Berlin: Hörspiel und Feature – Programmübersicht.
• DeutschlandRadio Berlin präsentiert neues Hörspielformat. Wurfsendung – experimentelle, radiophone Kunstform. Ab 13. September sechs Mal täglich im Tagesprogramm. Pressemitteilung von DeutschlandRadio Berlin (9.9.2004).
• DeutschlandRadio Berlin: Wurfsendung – Homepage.
Geräusch des Monats. DeutschlandRadio Berlin: Hörspiel

2/2005 – Programmreform: Aus DeutschlandRadio Berlin wird Deutschlandradio Kultur

„Wir wollen das nationale Kulturprogramm sein“. Interview mit Günter Müchler, Programmdirektor DeutschlandRadio. Moderation: Kirsten Lemke. DeutschlandRadio Berlin: Kulturpolitik (23.2.2005).
Neues Radio aus Berlin. Das Deutschlandradio Kultur startet am 7. März. DeutschlandRadio: Aktuell (21.2.2005).
DeutschlandRadio Berlin wird zu Deutschlandradio Kultur. Start der Programmreform am 7. März. DeutschlandRadio: Aktuell (21.2.2005).
• Nationales Kulturprogramm Deutschlandradio startet am 7. März. KIZ – Kulturinformationszentrum (23.2.2005).
• Deutschlandradio fordert UKW-Neuordnung. Infosat: Radio-Info (9.2.2005)

2/2005 – Ergebnisse der TKLM-Studie: Digitalisierung der Hörfunk-Sendetechnik mit mehreren Systemen

Digitaler Hörfunk wird mehrere Systeme nutzen. Technische Kommission hat Systeme für digitalen Hörfunk bewertet. Pressemitteilung Nr. 3/2005 der DLM – Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (9.2.2005).
Technische Kommission der Landesmedienanstalten (TKLM): Vergleichende Bewertung der verfügbaren Übertragungssysteme für den digitalen terrestrischen Hörfunk. TKLM-Dokument Nr. 1/2005 V 1.0 (31.1.2005), pdf-Datei.
Digitaler Hörfunk braucht Strukturveränderungen. Meldung bei Digitalfernsehen.de: Radio (9.2.2005).
>> Weitere Infos: Special: Digitalradio DAB. Informationen zur Debatte über die Digitalradio-Technik ‚Digital Audio Broadcasting‘ (interner Link).

2/2005 – ARD-Werbung Sales & Services vermarktet Harald Schmidt nun auch im Radio

• Radiowerbung. Dirty Harry goes Radio: AS&S legt nationales Werbeangebot zu „Harald Schmidt – Best of“ im Hörfunk vor. Pressemitteilung der ARD-Werbung Sales & Services (10.2.2005).
Werbepause mit „Harald Schmidt“. Netzeitung, Medien (10.2.2005).
Harald Schmidt soll Kasse machen. dpa-Meldung bei Web.de (10.2.2005).

2/2005 – Hessischer Rundfunk: Sparmaßnahmen bei Hörfunk und Fernsehen

• hr legt 40-Millionen-Euro-Sparpaket vor. Intendant informiert Gremien über Kürzungspläne. Pressemitteilung des hr (4.2.2005).
Peter Lückemeier: Der Hessische Rundfunk muss 130 Millionen Euro sparen. In: FAZ.NET – Rhein-Main-Zeitung (13.1.2005).
• hr-Rundfunkrat billigt Haushalt 2005. Reitze: „Finanzlage erzwingt weitere 30 Millionen Euro Einsparungen“. Pressemitteilung des hr (10.12.2004).

2/2005 – Gegen Einheitsradio: ‚Motor FM‘ seit dem 1. Februar 2005 in Berlin auf Sendung

• Motor ab heute on Air und online. Pressemitteilung von Motor FM (1.2.2005).
motor.de – Homepage von Motor FM.
• Motor FM (Informationen zu Programm und Veranstalter). mabb, Programme: Radio.
• Entscheidungen im Vergabeverfahren über die Berliner UKW-Frequenz 106,8 MHz und weitere 15 Brandenburger Frequenzen. Pressemitteilung der mabb – Medienanstalt Berlin-Brandenburg (8.10.2004).

2/2005 – Schriftsteller und Hörspielautor Dieter Kühn wird 70

Dieter Kühn. Wikipedia (23.1.2005).
• Dieter Kühn. Erlanger Poetenfest 2002, Informationen zur Person.
• dpa: Dieter Kühn wird 70. Meldung bei Mediaculture-Online (24.1.2005).
Dieter Kühn: Dankesrede zur Verleihung des 24. Hörspielpreises der Kriegsblinden am 9. April 1975. HördatWiki, Hörspielpreis der Kriegsblinden 1974.

2/2005 – Medienwissenschaftler und -pädagoge Horst Heidtmann verstorben

• Prof. Dr. Horst Heidtmann ist am Sonntag, den 23.1.2005 gestorben. GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur.
• Medienpädagoge Horst Heidtmann gestorben. Meldung bei Mediaculture-Online (26.1.2005).
Hochschule der Medien trauert um Professor Dr. Horst Heidtmann. Pressemitteilung der HDM – Hochschule der Medien, Stuttgart.
IfaK – Institut für angewandte Kindermedienforschung. Homepage.

1/2005 – Medienkultur-Zeitschrift ‚tiefenschärfe‘ (Uni Hamburg) mit neuem Internetangebot

tiefenschärfe online. Neue Homepage der Zeitschrift der Medienkultur-Zeitschrift der Universität Hamburg.
Studiengang Medienkultur, Universität Hamburg.
Zentrum für Medien und Medienkultur (ZMM), Fachbereich 07 der Universität Hamburg.
Publikationen und Forschungsprojekte des Studiengangs Medienkultur/Zentrums für Medien und Medienkultur.

1/2005 – „Für eine bessere Welt …“ von Roland Schimmelpfennig ist Hörspiel des Jahres 2004

• hr-Produktion „Für eine bessere Welt …“ ist Hörspiel des Jahres 2004.
Deutsche Akademie für Darstellende Künste lobt „extrem dynamisches Ohrenkino“. Pressemitteilung des hr (19.1.2005).
• „Für eine bessere Welt …“ ist Hörspiel des Monats August. Pressemitteilung des hr (6.9.2004).
Special: Hörspiel des Jahres (ARD). Mit Begründung der Jury und weiterführenden Informationen zum Hörspielpreis
der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste (interner Link).

1/2005 – Tonspuren zum Stummfilm – neue Hörspielreihe des Deutschlandfunks

Hörspielportal des DeutschlandRadios (Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Berlin).
Hörspiel und Feature. Sendetermine des Deutschlandfunks.
Hörspielkalender – Hörspielmagazin des Deutschlandfunks
• Die Töne zum Stummfilm. Dämonen der Leinwand – Deutschlandfunk sendet neue Hörspielreihe. Pressemitteilung des DLR (7.12.2004).

1/2005 – Neue Hörbuch-Messe „AudioBooksCologne“ im Rahmen des Literaturfestivals lit.COLOGNE

• www.audiobookscologne.de [offline] – Homepage zum Hörbuch-„Konvent“.
• Broschüre zur AudioBooksCologne 2005. PDF-Dokument auf der Veranstaltungshomepage.
www.litcologne.de – Homepage des internationalen Literaturfestivals.

1/2005 – hr2-Hörfest in Wiesbaden mit Vorträgen („Labyrinth des Hörens“), „Langer Hörspielnacht“ und der Preisverleihung „Hörbuch des Jahres 2004“

• hr2-Hörfest Wiesbaden 2005. Startseite, hr-online: hr2.
• Vorträge: Labyrinth des Hörens, hr-online: hr2.
• Lange Hörspielspielnacht: „Buddenbrooks“ – Zum 50. Todestag von Thomas Mann, hr-online: hr2.
• Preisverleihung: Hörbuch des Jahres 2004, hr-online: hr2.

1/2005 – UniRadio 87,9 Berlin-Brandenburg soll ab Februar im Offenen Kanal (97,2 MHz) senden

• www.uniradio.de – Homepage von uniRadio 87,9 Berlin-Brandenburg.
• Einigung mit UniRadio. Pressemitteilung der mabb – Medienanstalt Berlin-Brandenburg (22.12.2004).
Deutsche Hochschulradios. Linkliste des hsf (Technische Universität Ilmenau).

1/2005 – 3. Erlanger Hörkunstfestival 2005: Macht Hören blind? Macht Sehen taub?

www.hoerkunst.de – Homepage zum Festival.
Theater Erlangen/Markgrafentheater. Homepage.
Drittes Erlanger Hörkunstfestival im Januar 2005. Macht Hören blind? Macht Sehen taub? Pressemitteilung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (1.12.2004).

Akustische-Medien.de: Medien – Hörspiel – Audiokunst
Nachrichten, 1-12/2005